Wir über uns

 

Hier möchten wir Ihnen erst mal unser Team vorstellen...

 

Sascha

Sascha bei der DM 2010

Funktion: Tablefitter und Internetpräsenz

Den meisten wird Sascha als einer der erfolgreichsten Snookerspieler Deutschlands bekannt sein. Mit über 90 Turniersiegen gewann er alle großen Titel, die es in Deutschland zu gewinnen gibt, darunter 9 mal den Deutschen Meister Titel. Er war auch Teil der Mannschaft die 2007 Mannschafts-Europameister wurde. Ein 147er Break und etliche Century-Breaks in Turnieren unterstreichen seine Fähigkeiten als Spieler.

Was bedeutet das für Sie?

Im Shop werden nur Artikel angeboten, die er selbst entweder spielen würde oder besten Gewissens empfehlen kann!

Als Tablefitter und Chef stellt er die Ansprüche eines Profi-Spielers: "Ich erwarte von mir und meinem Team, daß jeder Tisch so gut gemacht wird, als wäre es mein eigener!"

Mehr über ihn auf seiner persönlichen Homepage: www.saschalippe.de

 

 

Rolf    22.11.1952 ~ 12.01.2019

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Ein Nachruf

 

"wird schon wieder..." 

 

Mit tiefsitzendem Schock und großer Trauer muss ich vom plötzlichen und überraschenden Tod meines Vaters, Rolf Lippe, berichten. Er ist im Laufe der Nacht vom Freitag auf Samstag in einem Krankenhaus in Dresden im Alter von nur 66 Jahren eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht.

Anfang der 90er übernahm er eine Spielhalle in Waldkraiburg in der zwei Pool Billardtische in schrecklichem Zustand standen. Er wollte sie einfach erneuern, aber ein paar Gäste fragten ihn, ob er nicht lieber einen Snookertisch kaufen wolle. „Einen WAS?!“ war seine Antwort. Er lies sich dazu überreden und als er dann auch noch - aus irgendeinem bis heute unerfindlichen Grund - in seinem allerersten Turnier irgendwie ins Halbfinale kam, war er angefixt. Ab dann hieß es für mich: wenn ich Zeit mit meinem Vater verbringen wollte, war die Wahl entweder Buchhaltung lernen oder Snooker spielen. Mit 11 Jahren war die Wahl ziemlich leicht.

Ziemlich schnell übernahm er Rollen in der Entwicklung und Führung des deutschen Snookersports. Meine ersten Erinnerungen in der Snookerwelt waren, als er bereits Vize-Präsident des DSKV war. Er organisierte die Turnierserie und publizierte auch die damalige Snooker-Zeitschrift „Frame & Match“ mit. Als er aus beruflichen Gründen nach Bad Wildungen kam, fing er an dort Turniere zu veranstalten. Erst die German Masters und Deutschen Meisterschaften Snooker und dann sogar die U-19 Europameisterschaft und kurz darauf auch die Europameisterschaften der Erwachsenen.

Er hat damit den Grundstein dafür gelegt, dass nun schon seit einigen Jahren alle Billardsport-Disziplinen der Jugend und Erwachsenen ihre Deutschen Meisterschaften in Bad Wildungen austragen. Gedankt haben ihm dafür leider nur sehr wenige. Aber auf Dank und Rampenlicht war er nie aus. Er hielt sich lieber im Hintergrund auf und hat auch oft in die eigene Tasche gegriffen, um den Sport voranzutreiben in Deutschland. Als Organisator der German-Open-Snooker-Ranking (GOSR) Turnierserie schaffte er es, sie zur Serie mit den meisten Snookerturnieren der Welt auszubauen.

Er war als Mensch nicht immer einfach - vor Allem nicht für mich als Sohn. Wann immer ich gespielt habe und er zusah, war er der größte und schlimmste Kommentator des Spiels (meist gegen mich). Einmal musste ich sogar den Schiedsrichter bitten, ihn aus dem Turnierraum zu entfernen. Oft bekam man seine Ironie oder seinen Sarkasmus nicht gleich mit und hielt ihn für arrogant und herablassend. Einen größeren Dickschädel habe ich auch noch nicht gefunden. Aber er hatte sein Herz immer am rechten Fleck und er war immer da, wenn man ihn gebraucht hat. Er hatte nicht immer Erfolg mit seinen Geschäften und Plänen und es hat auch mal nicht nur ihn getroffen. Ab und zu musste auch ich etwas für ihn ausbaden. Doch er war der Inbegriff eines Workaholic, der sich gern für Andere aufopferte und sehr selten Zeit für sich selbst nahm.

Er war auch der einzige Mensch auf Erden, der mich von 0 auf 100 in einer Millisekunde bringen konnte – war wohl vielleicht andersrum genauso... möglicherweise. Trotzdem war er für mich immer die Lösung aller Probleme.

Wofür ich ihn am meisten bewunderte und respektierte: er hat nie gejammert! Er hat sich nie in seinem Unglück gesuhlt und selbst bemitleidet. Er war immer positiv und optimistisch – zumindest für sein Umfeld. Ob es der sehr spät – beinahe zu spät – erkannte Morbus Wegener war, der ihn beinahe schon Anfang der 2000er ins Grab gebracht hätte, der Bechterew, der seine Gelenke versteifte oder der Blasenkrebs, den er vor 6 Jahren besiegt hat… Er hat nicht ein einziges mal gejammert! Ich hielt ihn für unerschütterlich. Er war mein unzerstörbarer Fels in der Brandung. Bereits ein paar Monate nach den vielen Operationen vor 6 Jahren, hat er mit mir schon wieder Schieferplatten umhergetragen.

Nun… nach all den wirklich schweren Erkrankungen… erliegt er einer Grippe…

Auf meine Frage am Donnerstagabend ob alles gut wird, kam nur das übliche: „Wird schon wieder…“

Doch leider waren das seine letzten Worte an mich.

Vatl, ich hoffe du liest das irgendwie…

In Liebe und grenzenloser Dankbarkeit für Alles was du für mich getan hast!

Ich vermisse dich!

Dein Sohn, Sascha

P.S.: Wahrscheinlich bist du schon dabei die „Heaven-Open-Snooker-Rankings“ zu organisieren…